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Kleine AnfrageWahlperiode 16Beantwortet

Fertigungs- und Entwicklungsverzögerungen beim Eurofighter (G-SIG: 16011522)

Verzögerung der planmäßigen Einführung des Eurofighters bei der Bundeswehr, technische Probleme bei bereits gelieferten Flugzeugen, geplanter und tatsächlicher Bestand, Aufnahme des Flugbetriebs, finanzielle Auswirkungen und Haftung <p> </p>

Fraktion

FDP

Datum

18.01.2007

Antwortdauer

36 Tage

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 16/387913. 12. 2006

Fertigungs- und Entwicklungsverzögerungen beim Eurofighter

der Abgeordneten Jürgen Koppelin, Birgit Homburger, Elke Hoff, Dr. Rainer Stinner, Dr. Karl Addicks, Christian Ahrendt, Daniel Bahr (Münster), Uwe Barth, Rainer Brüderle, Angelika Brunkhorst, Ernst Burgbacher, Patrick Döring, Mechthild Dyckmans, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Horst Friedrich (Bayreuth), Dr. Edmund Peter Geisen, Hans-Michael Goldmann, Miriam Gruß, Joachim Günther (Plauen), Dr. Christel Happach-Kasan, Heinz-Peter Haustein, Hellmut Königshaus, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Heinz Lanfermann, Sibylle Laurischk, Markus Löning, Horst Meierhofer, Patrick Meinhardt, Jan Mücke, Burkhardt Müller-Sönksen, Dirk Niebel, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Detlef Parr, Cornelia Pieper, Gisela Piltz, Jörg Rohde, Frank Schäffler, Dr. Max Stadler, Carl-Ludwig Thiele, Florian Toncar, Christoph Waitz, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Volker Wissing, Hartfrid Wolff (Rems-Murr), Martin Zeil, Dr. Guido Westerwelle und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Die vier Partnernationen Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien haben sich mit dem am 22. Dezember 1997 unterzeichneten Regierungsabkommen verpflichtet, insgesamt 620 Eurofighter – davon 180 Flugzeuge für Deutschland – zu beschaffen. Durch Fertigungs- und Entwicklungsverzögerungen beim Eurofighter konnte die planmäßige Einführung des Flugzeuges nicht durchgeführt werden. Zusätzlich ergaben sich weitere Probleme an den bereits gelieferten Flugzeugen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen17

1

Über wie viele Flugzeuge des Typs Eurofighter verfügt die Bundeswehr zurzeit?

2

Über wie viele Eurofighter müsste die Bundeswehr nach der ursprünglichen Planung verfügen?

3

Zu welchem Zeitpunkt wird das Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ den Flugbetrieb mit Eurofightern aufnehmen?

4

Wird der Flugbetrieb beim Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ bis dahin mit zusätzlichen weiteren Flugzeugen aufgenommen oder wird der Flugbetrieb mit Flugzeugen vom Typ JB 73 und JB 74 aufgenommen?

5

Trifft es zu, dass Eurofighter von der Bundeswehr nicht abgenommen wurden, weil es Probleme mit der Cockpitverglasung gegeben hat?

6

Hat es bei den bisher im Flugbetrieb befindlichen Eurofightern ebenfalls Probleme mit der Cockpitverglasung gegeben?

7

Hat es bei den bisher im Flugbetrieb befindlichen Eurofightern Probleme mit der Software gegeben, die wiederum zu Problemen mit der Flugsteuerung geführt haben?

8

Warum verzögert sich das Vorhaben „Rollenanpassung Eurofighter“?

9

Wann steht der Eurofighter in der Luft-Boden-Rolle voll einsatzbereit zur Verfügung?

10

Nach welchem Zeitplan wird die Bundeswehr mit weiteren Eurofightern ausgerüstet?

11

Trifft es zu, dass es zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und dem Eurofighter-Hersteller unterschiedliche Auffassungen über die Auslegung von Teilen der Verträge gibt?

Wenn ja, welche?

12

Welche zeitlichen Verzögerungen der Auslieferung des Eurofighters hat es durch Probleme bei der Serienfertigung des Rumpfvorderteiles gegeben?

13

Welche Gründe haben dazu geführt, dass gefertigte Vorflügel (Canards) und Seitenleitwerke fehlerhaft waren, und welche zeitliche Verzögerung hat es dadurch gegeben?

14

Haben die zeitlichen Verzögerungen zu finanziellen Auswirkungen für den Bund geführt?

15

Muss der Auftragnehmer für die zeitliche Verzögerung der Herstellung des Eurofighters finanziell haften, und wenn ja, in welcher Höhe?

16

War der Hersteller des Eurofighters in der Lage, die Entwicklungs- und Fertigungsverzögerungen aufzuholen?

17

Wie war die planmäßige Einführung des Eurofighters vorgesehen, und wie findet sie nach den Entwicklungs- und Fertigungsverzögerungen tatsächlich statt?

Berlin, den 12. Dezember 2006

Dr. Guido Westerwelle und Fraktion

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