Ausschreibungsbedingungen für Recyclingbetriebe
der Abgeordneten Birgit Homburger, Dr. Christian Eberl, Dr. Christel Happach-Kasan, Ulrike Flach, Cornelia Pieper, Christoph Hartmann (Homburg), Horst Friedrich (Bayreuth), Daniel Bahr (Münster), Ernst Burgbacher, Helga Daub, Jörg van Essen, Otto Fricke, Rainer Funke, Hans-Michael Goldmann, Joachim Günther (Plauen), Dr. Karlheinz Guttmacher, Klaus Haupt, Ulrich Heinrich, Dr. Werner Hoyer, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Dirk Niebel, Günther Friedrich Nolting, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Eberhard Otto (Godern), Detlef Parr, Gisela Piltz, Marita Sehn, Dr. Hermann Otto Solms, Carl-Ludwig Thiele, Jürgen Türk, Dr. Wolfgang Gerhardt und Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Nach Meldungen des „FOCUS“ (Heft Nr. 49 vom 2. Dezember 2002) können sich das Duale System und das Bundeskartellamt nicht auf neue Ausschreibungsbedingungen für Recyclingbetriebe einigen. Fünf Wirtschaftsverbände und der Chef der Gewerkschaft Ver.di klagten gegenüber dem Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, über „Investitionsstau und Arbeitsplatzabbau beim Verpackungsrecycling“.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Trifft es zu, dass sich die Duales System Deutschland AG (DSD) und das Bundeskartellamt nicht auf neue Ausschreibungsbedingungen für Recyclingbetriebe einigen können, und wenn ja, woran liegt das?
Welche Auswirkungen wird dies nach Einschätzung der Bundesregierung auf die Recyclingbranche haben, insbesondere im Hinblick auf erforderliche Investitionen, die Qualität der Abfallverwertung und Arbeitsplätze?
Hält die Bundesregierung vor dem Hintergrund dieser Auseinandersetzungen eine Novellierung der Verpackungsverordnung für erforderlich?
Wie bewertet die Bundesregierung vor dem Hintergrund dieser Auseinandersetzungen Forderungen nach der Aufhebung der kartellrechtlichen Duldung des DSD?